IM FOKUS

Festivalland Deutschland

Daten, Fakten, Hintergründe
September 2025
Zusammenschnitt Motive von Musikfestivals
Foto:  Ana Grave/ Unsplash, eldhose kuriyan/ Unsplash, Maxime Bhm/ Unsplash, Andrey Strizhkov/ Unsplash, bearbeitet
Festivals lassen Musik zu einem kulturellen und sozialen Ereignis werden. Die Festivalstudie, Interviews mit Veranstalter:innen und die miz-Infrastrukturdatenbank machen die Festivallandschaft sichtbar.

Rund 1.800 Musikfestivals finden regelmäßig in Deutschland statt und versetzen häufig ganze Orte in einen künstlerischen und sozialen Ausnahmezustand. Mal sind es hunderte, mal zehntausende Fans, die hier zu Konzerten und oft auch einem flankierenden Programm zusammenkommen. Das musikalische Spektrum ist so vielfältig wie die Locations, an denen die Veranstaltungen stattfinden – von Alter Musik bis Techno, vom Konzertsaal bis zur grünen Wiese. 

Die „Festivalstudie - Musikfestivals in Deutschland“ – ein gemeinsames Projekt der Initiative Musik, der Bundesstiftung Livekultur und des Deutschen Musikinformationszentrums, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demonskopie Allensbach – stellt diese kulturelle Vielfalt umfassend dar. Sie zeigt die künstlerische und gesellschaftliche Bedeutung der Festivals ebenso auf wie ihre wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen. 

Neun Interviews mit Festivalmacher:innen führen mitten hinein in die Organisation einer musikalischen Großveranstaltung, darunter das Wacken Open Air, das Klavier-Festival Ruhr und das Moers Festival. Die Organisator:innen berichten, wie die Programmgestaltung funktioniert, welche Rolle das Ehrenamt spielt und was ihr Festival für die Region bedeutet.

In der miz-Datenbank lässt sich die Infrastruktur der Festivallandschaft entdecken, durchsuchbar u. a. nach musikalischen Genres, Gattungen, Instrumenten- und Komponistenschwerpunkten sowie Standorten und weiteren geografischen Aspekten. Die Datenbankeinträge beschreiben die einzelnen Festivals näher, inklusive Leitung, Programmgestaltung und Besuchszahlen.

Paragraphs
Titel
Festivalstudie
Titel
Festivalstudie
Die bundesweite Studie liefert erstmals repräsentative Daten zu Struktur, Finanzierung und Bedeutung der Musikfestivals – ein Gemeinschaftsprojekt von Initiative Musik, Bundesstiftung LiveKultur und dem Deutschen Musikinformationszentrum, durchgeführt vom Institut für Demoskopie Allensbach.

Die Studie zeigt: 71 Prozent der Festivals zählen zur Popularmusik einschließlich Jazz, 24 Prozent zur Klassik, wobei Klassikfestivals mit durchschnittlich 13 Tagen Musikprogramm deutlich länger dauern als Popularmusikfestivals.

Genregrenzen werden oft überschritten. Im Durchschnitt vereinen Festivals fünf Genres aus 26 abgefragten Musikrichtungen. Interessant: Über die Hälfte der Klassikfestivals integriert Popularmusik, während 8 Prozent der Popularmusikfestivals klassische Formate aufgreifen.

Interviews

Von Klassik bis Metal – Festivals im Porträt

Konzertsäle, Schlösser, Kirchen, ehemalige Industrieanlagen, Parks und Wiesen. Klassik, Global Music, Jazz, Pop und Metal. Orgateams aus einem ehrenamtlich tätigen Freundeskreis oder einer 5.000 Personen starken Crew. Festivals sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie planen: Neun Festivalmacher:innen stellen ihre Festivals vor.
MIZ WISSEN

Topografie der Festivallandschaft

Die miz-Datenbank zeigt bundesweit die Infrastruktur von Festivals und Festspielen im professionellen Bereich, die regelmäßig stattfinden und deren Programme überwiegend musikgeprägt sind. Die Einträge lassen sich u. a. nach musikalischen Genres, Gattungen, Instrumenten- und Komponistenschwerpunkten sowie Standorten und weiteren geografischen Aspekten filtern.
Zur Infrastrukturdatenbank
Bild
Hintergrundbild: Musikatlas