Teilnehmer:innen der Deutschsprachigen Opernkonferenz 2025
Teilnehmer:innen der Deutschsprachigen Opernkonferenz 2025  
Photo:  Christoph Kolossa

Die Herbsttagung der Deutschsprachigen Opernkonferenz (DOK) ist am Samstag, 15. November, in Stuttgart zu Ende gegangen. Drei Tage lang diskutierten Intendant*innen, Operndirektor*innen und Geschäftsführer*innen der 13 größten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für die Zukunft. Gastgeber waren die Staatsoper Stuttgart mit Intendant Viktor Schoner sowie Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant der Staatstheater Stuttgart.

Unter dem Vorsitz von Susanne Moser, Co-Intendantin der Komischen Oper Berlin, prägten vor allem zwei Themen die Gespräche: die angespannte Haushaltslage der öffentlichen Träger und deren Auswirkungen auf die Opernhäuser. Als wichtiges Zukunftssignal begrüßten die Teilnehmenden zugleich die in dieser Woche veröffentlichten Neubauprojekte der Hamburgischen Staatsoper sowie der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.

Passend dazu handelte der Impulsvortrag von Shirin Frangoul-Brückner (Atelier Brückner) von der Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Kulturbauten. Das Atelier Brückner gilt weltweit als führend in der Gestaltung von Museums- und Kulturräumen und verantwortete u. a. die Neukonzeption des Grand Egyptian Museum in Gizeh.

„Die positiven Signale aus Hamburg und Düsseldorf geben uns eine Perspektive, gleichzeitig stellen die geplanten Haushaltskürzungen  eine erhebliche Belastung dar. Der Vortrag von Frau Frangoul-Brückner hat eindrücklich gezeigt, welches Potenzial Kulturbauten entfalten können, wenn man sie als Zukunftsorte denkt und ein klares kulturpolitisches Bekenntnis dahintersteht – so wie es die Neubauprojekte und zahlreiche internationale Beispiele belegen“, so Susanne Moser.

Zum Abschluss der Tagung tauschten sich die Vertreter*innen der Opernhäuser mit Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, aus.

DOK

Die DOK ist der Zusammenschluss der 13 größten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum. Drei weitere Häuser aus London, Mailand und Paris sind als assoziierte Mitglieder eingebunden. Zweimal jährlich tagt die DOK gemeinsam mit dem Deutschen Bühnenverein, um sich über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und gemeinsame Positionen auszutauschen.

Mitgliedsbühnen der Deutschsprachigen Opernkonferenz

Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Semperoper Dresden, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, Oper Frankfurt, Staatsoper Hamburg, Oper Köln, Oper Leipzig, Bayerische Staatsoper München, Staatsoper Stuttgart, Wiener Staatsoper, Opernhaus Zürich

Assoziierte Mitglieder

Royal Opera House Covent Garden London, Teatro alla Scala Mailand, Opéra de Paris