Die JIM-Studie von 2022 untersucht Entwicklungen und Trends im Mediennutzungsverhalten Zwölf- bis 19-Jähriger vor dem Hintergrund des dritten Jahres der Corona-Pandemie sowie des Kriegs in der Ukraine. Einschränkungen der Freizeitaktivitäten durch Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich zurückgegangen und bestehen kaum noch. Dennoch wird die Zeit von den Kindern und Jugendlichen insgesamt als von Krisenerfahrungen geprägt erlebt.
Bei den Freizeitaktivitäten hat das Musizieren nach einem
Rückgang um neun Prozentpunkten im letzten Jahr nun wieder einen
kleinen Anstieg erreicht: 17 Prozent machen täglich oder mehrmals pro Woche Musik, 2021 waren es noch 14 Prozent. Mindestens einmal im Monat musizieren 30 Prozent (2021: 29 Prozent) und 8 Prozent besuchen Konzerte (2021: 5 Prozent).
Bei der Musiknutzung sind die Zahlen noch deutlich höher: 89 Prozent
der Zwölf- bis 19-Jährigen hören regelmäßig Musik, 62 Prozent sogar
täglich. Am häufigsten nutzen sie dabei Spotify; 55 Prozent hören regelmäßig Musik über den Dienst, 36 Prozent sogar täglich. Auf dem zweiten Platz folgen Radiosender, die von 45 regelmäßig genutzt werden. Auf Platz drei liegt YoutTube , das von einem Drittel mindestens mehrmal in der Woche zum Musikhören verwendet wird. Alle vier abgefragten Optionen des Musikstreamings zusammengefasst (Spotify, Apple music, Amazon Music, YouTube Music) zeigen, dass 75 Prozent (2021: 71 Prozent) der Jugendlichen regelmäßig diese Dienste nutzen (täglich: 47 Prozent, 2020: 48 Prozent).
