Deutschland hat rund 1.800 Musikfestivals – sie schaffen Kultur, Gemeinschaft und Arbeitsplätze. Das zeigt eine neue, vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Studie, die die deutsche Festivalszene erstmals genreübergreifend untersucht. 

Staatsminister Wolfram Weimer: „Die neue Studie belegt einmal mehr die gesellschaftliche Relevanz von Musikfestivals: Sie sind nicht nur unverzichtbare Kulturorte, die Lebensfreude stiften und Gemeinschaft schaffen. Musikfestivals sind zugleich auch ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor, der gerade in ländlichen Regionen für Beschäftigung sorgt.

Die Studie liefert eine fundierte Datengrundlage für die Politik und die Branche selbst. Klar benannt werden auch die strukturellen Herausforderungen, vor denen Musikfestivals stehen. Der Bund hat mit dem Festivalförderfonds ein Förderinstrument geschaffen, das auf die spezifischen Bedürfnisse der Festivals reagieren kann. Mit dem Entwurf zum Bundeshaushalt 2025 hat die Bundesregierung dafür gesorgt, dass der Festivalförderfonds auch künftig fortgeführt wird.“

Die Studie hat ergeben, dass es in Deutschland rund 1.800 Musikfestivals gibt. Diese finden hauptsächlich in ländlichen Regionen statt. Bemerkenswert ist laut Studie die große stilistische Offenheit der Musikfestivals. Die Studie belegt zudem, dass Musikfestivals für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler eine sehr wichtige Präsentationsbühne sind, ihr Programmanteil beträgt rund 40%.

Die Studie wurde aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert und vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der Initiative Musik, der Bundesstiftung LiveKultur und des Deutschen Musikinformationszentrums.