Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 4. September 2025 den Etat des Staatsministers für Kultur und Medien auf erhöhtem Niveau beschlossen. Insgesamt stehen für die Kultur- und Medienpolitik des Bundes im Jahr 2025 damit gut 2,33 Milliarden Euro zur Verfügung. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von knapp 2 Prozent.
Staatsminister Weimer: „In Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte steht der Bund für Kultur und Medien ein. Wir investieren in das demokratische Fundament unseres Landes. Wir pflegen und erhalten den kulturellen Reichtum und die Medienvielfalt als zentrale Bestandteile unseres Selbstverständnisses als Kulturnation. Ich danke den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die gestern mit ihren Entscheidungen für den Bundeskulturetat 2025 ein starkes Zeichen für die Bundeskulturförderung und damit für auch für Freiheit und Demokratie gesetzt haben.“
Wir blicken auf einzelne Highlights im verabschiedeten Haushalt:
Mehr Mittel für die freie Szene
Die Bundeskulturfonds sind wertvolle Impulsgeber und wichtige Partner der freien Szene. Mit den vom Deutschen Bundestag für die etablierten Fonds zusätzlich zur Verfügung gestellten 6 Millionen Euro können gerade in Zeiten angespannter Haushalte noch mehr bundesweit relevante Projekte unterstützt werden – dies stärkt die freie Kulturszene, die mit ihrer einzigartigen Vielfalt stark in die Fläche wirkt. Für die sechs Bundeskulturförderfonds ist ein Gesamtbudget von bis zu 24 Millionen Euro im Haushalt 2025 vorgesehen.
Starkes Signal für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Mit den zur Verfügung gestellten Mitteln wird zudem die wichtige Arbeit von großen Kultureinrichtungen weiter unterstützt. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, deren Reformabschluss ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrages ist, erhält zusätzlich 20,9 Millionen Euro. Die Deutsche Nationalbibliothek, die zentrale Archivbibliothek Deutschlands, wird in der Weiterentwicklung ihrer Infrastruktur mit fast 1,9 Millionen Euro unterstützt. Daneben wird auch das Bundesarchiv mit zusätzlich 3 Millionen Euro unterstützt. Staatsminister Weimer: „Die zusätzlichen Mittel für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sind eine sehr gute Nachricht. Man könnte auch sagen: Die Nofretete kann weiterhin froh lächeln. Ich freue mich, dass der Haushaltsauschuss die Transformationsprozesse und damit die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der großen Kultureinrichtungen und insbesondere archivbewahrenden Stellen unterstützt. Die Museumsinsel in Berlin wird leuchten als in der Welt einzigartiges Ensemble von Museumsbauten und Millionen Besucherinnen und Besucher inspirieren.“
Erhöhung der Förderung für das Jüdische Museum
Sichtbares jüdisches Leben gehört zur Mitte unserer Gesellschaft. Ergänzend zur bereits vorgesehenen Erhöhung der Förderung für das Jüdische Museum Berlin in Höhe von rund 550.000 Euro soll nun auch die Stiftung Neue Synagoge Berlin, Centrum Judaicum, mit 175.000 Euro unterstützt werden.
35 Millionen Euro für Denkmalschutzsonderprogramm
Das erfolgreiche Denkmalschutzsonderprogramm wird fortgesetzt. Somit werden wichtige Investitionen in die bauliche Substanz von Kulturbauten ermöglicht. Dafür stehen 35 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 2009 wurden rund 547 Millionen Euro bundesseitig in den Denkmalschutz investiert. Das heißt: Mehr als 3.000 national bedeutsame Kulturdenkmäler und historische Orgeln konnten bisher saniert werden. Staatsminister Weimer: „Deutschland verfügt über ein reiches, Identitätsstiftendes kulturelles Erbe, das es für kommende Generationen zu erhalten gilt. Ich freue mich, dass der Bund hier, an der Seite der Länder und Gemeinden, auch weiterhin einen wichtigen Beitrag leisten kann, um national bedeutsame Denkmäler und Kulturgüter zu bewahren und kommenden Generationen zugänglich zu machen.“
Das Haushaltsgesetz tritt nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt rückwirkend zum 1. Januar 2025 in Kraft.